Flusssystem Amazonas:
Das Amazonas-Flusssystem erstreckt sich über rund 7 Millionen Quadratkilometer in neun südamerikanischen Ländern und bildet das größte Einzugsgebiet der Welt, das jährlich etwa 1.300.000 Kubikmeter Süßwasser in den Atlantik transportiert.
Der Fluss ist etwa 6.400 Kilometer lang und der wasserreichste der Welt, mit einem Abflussvolumen von durchschnittlich 209.000 Kubikmetern pro Sekunde, wobei seine Hauptzuflüsse der Rio Negro, Rio Madeira und Rio Japurá sind.
Der umgebende Regenwald, der etwa 390 Milliarden Bäume umfasst, speichert enorme Mengen Kohlendioxid und beherbergt 10% aller weltweit bekannten Tierarten, wodurch das Amazonasgebiet eine Schlüsselrolle im globalen Klimasystem spielt.

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Überblick: Das Flusssystem Amazonas
| Beschreibung | |
|---|---|
| Länge und Ausdehnung | Der Amazonas ist etwa 6.400 km lang und sein Einzugsgebiet umfasst über 7 Millionen Quadratkilometer in neun Ländern Südamerikas. |
| Wassermenge | Er transportiert etwa 209.000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde und ist damit für rund 20 % des globalen Süßwasserflusses in den Ozeanen verantwortlich. |
| Einzugsgebiet und Nebenflüsse | Das Amazonas-System besitzt über 1.000 Nebenflüsse, darunter wichtige wie Rio Negro, Madeira und Japurá, die seine enorme Größe ausmachen. |
| Biodiversität | Das Amazonasbecken beaufsichtigt rund 10 % der weltweiten Arten, darunter Delfine, Piranhas, Jaguare und zahlreiche Vogelarten. |
| Wirtschaftliche Bedeutung | Der Amazonas ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, der für Transport, Fischerei, Holzindustrie und Tourismus von großer Bedeutung ist. |
1. Flusssystem Amazonas:
Länder: Der Amazonas durchfließt neun südamerikanische Länder: Brasilien, Peru, Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Bolivien, Guyana, Suriname und Französisch-Guayana.
Einzugsgebiete: Das Einzugsgebiet des Amazonas umfasst eine Fläche von etwa 7 Millionen Quadratkilometern, was etwa 40 % der Fläche Südamerikas entspricht.
Quelle: Der Amazonas entspringt in den peruanischen Anden, in der Nähe des Nevado Mismi. Die am häufigsten akzeptierte Quelle ist der Fluss Apurímac, der als längster Quellfluss des Amazonas gilt.
Verlauf: Der Amazonas fließt über eine Strecke von etwa 6.400 Kilometern nach Osten und durchquert dabei den größten Regenwald der Welt. Auf seinem Weg nimmt er eine enorme Menge Wasser aus seinen Nebens an und macht ihn zum wasserreichsten Fluss der Welt.
Mündung: Der Amazonas mündet in einem breiten Delta in den Atlantischen Ozean. Das Delta ist bis zu 150 Kilometer breit und wird während der Regenzeit noch größer. Die Mündungsregion beeinflusst das Meeresökosystem weit über das Delta hinaus.
2. Abflussvolumen
Abflussvolumen: Der Amazonas ist der wasserreichste Fluss der Welt mit einem durchschnittlichen Abflussvolumen von etwa 209.000 Kubikmetern pro Sekunde.
Anteil am Gesamtvolumen: Das Abflussvolumen des Amazonas macht etwa 20 % des globalen Süßwasserabflusses in den Ozeanen aus.
Regenzeit: In der Regenzeit kann das Abflussvolumen auf bis zu 300.000 Kubikmeter pro Sekunde ansteigen.
Vergleich mit dem Kongo: Der zweitgrößte Fluss der Welt, der Kongo, hat ein Abflussvolumen von etwa 41.000 Kubikmetern pro Sekunde, was die außergewöhnliche Wasserführung des Amazonas verdeutlicht.
Vergleich mit dem Nil: Der Nil hat ein durchschnittliches Abflussvolumen von etwa 2.800 Kubikmetern pro Sekunde.
Auswirkungen auf den Atlantik: Der Amazonas transportiert täglich etwa 1,3 Millionen Kubikmeter Süßwasser in den Atlantik. Dies beeinflusst die Salzkonzentration und Temperatur des Ozeans in einem großen Umkreis.
3. Wichtigste Zuflüsse
Rio Negro: Der größte schwarze Fluss der Welt und der zweitlängste Nebenfluss des Amazonas.
Rio Madeira: Der wasserreichste Nebenfluss des Amazonas, bekannt für seine große Menge an Sedimenten.
Japurá: Ein bedeutender Fluss, der durch den Regenwald Kolumbiens und Brasiliens fließt.
Rio Xingu: Ein wichtiger Zufluss im zentralen Brasilien, bekannt für seine Vielfalt an Fischarten.
Rio Tapajós: Ein großer Zufluss, der durch die brasilianischen Bundesstaaten Mato Grosso und Pará fließt.
4. Sedimenttransport und ökologische Bedeutung
Sedimenttransport: Der Amazonas transportiert jährlich etwa 1,2 Milliarden Tonnen Sedimente in den Atlantischen Ozean. Diese Sedimente tragen nicht nur zur Stabilisierung des riesigen Deltas bei, sondern liefern auch lebenswichtige Nährstoffe für das marine Ökosystem. Diese Nährstoffe sind entscheidend für das Wachstum von Phytoplankton, das die Basis der Nahrungskette im Ozean bildet.
Bildung von Inseln: Das mitgeführte Sediment des Amazonas trägt zur Entstehung und Erweiterung von Inseln im Flussdelta bei. Eine der größten Inseln, Marajó, ist so groß wie die Schweiz und spielt eine wichtige Rolle im marinen und terrestrischen Ökosystem der Region.
Kohlenstoffspeicherung: Der Amazonas-Regenwald speichert jedes Jahr große Mengen an Kohlenstoff und hilft damit, den Klimawandel abzuschwächen. Die Sedimente, die der Fluss transportiert, fördern die Produktivität von Mangrovenwäldern und Feuchtgebieten, die ebenfalls wichtige Kohlenstoffspeicher sind.