Österreich Kriegsende und Wiederaufbau:


 Österreich Kriegsende und Wiederaufbau
 

Nach dem Einmarsch der deutschen Soldaten am 12. März 1938 (Anschluss an Deutschland) wurde Österreich, jetzt Ostmark genannt ein Teil der deutschen Kriegsmaschinerie.

Von den 1,2 Millionen österreichischen Soldaten, die in der deutschen Wehrmacht eingesetzt wurden, kehrten 250 000 nicht mehr in ihre Heimat zurück.

Durch Luftangriffe der Alliierten auf österreichische Städte und Industrieanlagen sterben 20 000 Menschen (siehe Foto).

Dazu kommen noch 35 000 Österreicher, die als Angehörige von Minderheiten oder als politische Häftlinge in Konzentrationslagern ihr Leben lassen.

Zudem wurden 65 000 österreichische Juden ermordet.

 

Einmarsch der Alliierten:


Deshalb empfanden viele Österreicher die einmarschierenden Alliierten als Befreier von Hitlerdeutschland.

In Ostösterreich marschierten bereits Ende März 1945 sowjetische Truppen ein, die am 13. April nach verlustreichen Kämpfen Wien eroberten.

Ende April folgten amerikanische Truppen, die Oberösterreich, Salzburg befreiten, während französische Truppen in Vorarlberg und Tirol einmarschierten. 

Anfang Mai folgten noch britische Truppen in Kärnten/Steiermark.

Am 8. Mai 1945 kapitulierte das Deutsche Reich, die Kriegshandlungen wurden daraufhin in ganz Österreich eingestellt.

Im Juli 1945 einigten sich die Alliierten darauf Österreich in vier Besatzungszonen aufzuteilen und Wien unter eine gemeinsame Verwaltung zu stellen.
 

Wiederaufbau:


Die ersten Maßnahmen der österreichischen Regierung dienten dazu die unmittelbaren Kriegsschäden zu beseitigen und die gerade in großen Städten und Industriezonen zerstörte Infrastruktur wieder aufzubauen.

Hunderttausende Österreicher hungerten, zumal viele Flüchtlinge und Ausgebombte ebenfalls versorgt werden mussten.

Die Ausgabe von Lebensmittelmarken einhergehend mit Lebensmittelrationalisierungen, der illegale Tauschhandel (Schwarzhandel) zu weit überhöhten Preisen und Hamsterfahrten aufs Land (um Lebensmittel zu besorgen) waren Kennzeichen der ersten Nachkriegsjahre.

Erst die Hilfspakete im Rahmen des Marshallplans im Jahre 1948 verbesserten die Situation für viele Österreicher.

 

Politischer Wiederaufbau:


Bereits unmittelbar nach der Befreiung Wiens (13. April 1945) reorganisierten sich die politischen Parteien Österreichs.

Bei den darauf folgenden Wahlen gewannen die SPÖ (42%) und die ÖVP (48%), die Kommunisten erreichten nur 5%.

Die Sozialistische Partei Österreichs (SPÖ), die Österreichische Volkspartei (ÖVP) und die Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ) bildeten daraufhin eine "Konzentrationsregierung".

Der erste Kanzler dieser Regierung hieß Dr. Karl Renner, der von der sowjetischen Besatzungsmacht mit der Regierungsbildung beauftragt wurde.

Angesichts der Aufteilung Österreichs in vier Besatzungszonen, erließen die drei politischen Parteien eine gemeinsame Unabhängigkeitserklärung, welche die Wiederherstellung der Republik Österreich in den Grenzen vor dem Anschluss an Deutschland forderte. 

 

Tests:


Österreich 2. Weltkrieg Kriegsopfer Test

Österreich Kriegsende politischer Neuanfang Test

Österreich Kriegsende Wiederaufbau Test

 

Übungsblätter:


Österreich Kriegsende und Wiederaufbau Merkblatt

Österreich Kriegsende und Wiederaufbau Übungsblatt