"Deutsch-Österreich" :


 

Am 12.11.1918 rief die provisorische Nationalversammlung die Republik "Deutsch-Österreich" aus, ein Tag nachdem der österreichische Kaiser Karl I. auf jede Beteiligung an den Staatsgeschäften verzichtet hatte. 

Diese Regierung hatte noch das Ziel, deutschsprachig besiedelte Gebiete wie Südtirol, Böhmen und Mähren im Staat Deutschösterreich zu behalten und strebte zudem einen Anschluss an das Deutsche Reich an.

 

Friedensvertrag von 1919 :


Im Friedensvertrag von 1919 (St. Germain) musste der Kriegsverlierer Österreich aber auf diese Gebietsansprüche verzichten und auch ein Anschluss an Deutschland wurde untersagt. 

Die erste Wahlen fand am 16. Februar 1919 statt. Erstmals durften auch Frauen wählen. 

Sozialdemokraten und Christlichsoziale bildeten unter Kanzler Dr. Karl Renner (siehe Bild) die erste Regierung der jungen Republik. 

 

Habsburgergesetz:


Im Habsburgergesetz wurde durch das Parlament festgelegt, dass sämtliche Mitglieder des Hauses Habsburg auf ihren Herrschaftsanspruch verzichten müssen.

Zudem wurde der größte Teil ihres Vermögens beschlagnahmt und ging in den Besitz der Republik über. Damit war die Zeit der Monarchie vorbei und die kaiserliche Familie musste Österreich am 24. März 1919 verlassen.

Hinsichtlich des Staatsgebietes kam das Burgenland neu zu Österreich dazu, Südkärnten blieb aufgrund einer Volksabstimmung bei Österreich (Kärntner Volksabstimmung 1920), während Südtirol aufgrund des Friedensvertrages von 1919 an Italien abgetreten werden musste.

 

Kurzzeitige Stabilisierung:


Die neue Republik stand vor großen Problemen: Hungersnot, Inflation und Arbeitslosigkeit prägten die ersten Nachkriegsjahre. 1924 brachte die neue Währung, der Schilling, eine Stabilisierung der Wirtschaft mit sich.

Die zunehmenden politischen Spannungen zwischen dem bürgerlichen und sozialistischen Lager schwächten aber die junge Republik schon früh. 

 

Weltwirtschaftskrise 1929:


Die Weltwirtschaftskrise von 1929 führte zur Verarmung weiter Teile der Bevölkerung und schlussendlich zum Bürgerkrieg im Februar 1934.

Als Folge des Bürgerkrieges schaffte der damalige Bundeskanzler Dollfuß die parlamentarische Demokratie ab und Österreich war ab dem 1. Mai 1934 eine Ständestaatdiktatur (Austrofaschismus).

 

Tests:


10 Fragen zur 1. Republik 

Österreich 1. Republik Test

 

Übungsblätter:


Österreich 1. Republik 1919 - 1934 Merkblatt

Österreich 1. Republik Übungsblatt