Überblick:


Wir unterscheiden in der deutschen Sprache 3 grundlegende Zeitformen:

Gegenwartsform, Vergangenheitsform und Zukunftsform. 

Die Gegenwartsform wird durch eine Zeit dargestellt:

Gegenwart (Präsens)

Die Vergangenheitsform wird durch drei Zeiten dargestellt:

Vergangenheit (Perfekt)

Mitvergangenheit (Präteritum)

Vorvergangenheit (Plusquamperfekt)

Die Zukunft wiederum wird durch zwei Zeiten dargestellt:

Zukunft I (Futur I),

Zukunft II (Futur II)

 

Gegenwart (Präsens):


Verwendung:

Die Gegenwart wird verwendet um einen Zustand oder Fakt zu beschreiben. 

Für Handlungen, die in der Gegenwart einmal, mehrmals oder nie stattfinden.. 

Um eine Zeitdauer zu definieren. 

Beispiele: 

Der Rhein fließt durch die Schweiz. (Fakt)

Jeden Montag fährt er in die Stadt. (wiederholte Handlung)

Die Besprechung dauert jetzt schon vier Stunden. 

 

Mitvergangenheit (Präteritum):


Verwendung:

Das Präteritum wird einerseits für die Beschreibung einer abgeschlossene Handlung in der Vergangenheit verwendet.

Andererseits kann man mir ihr Fakten oder Zustände in der Vergangenheit verwenden. 

Sie ist zudem die hauptsächliche Erzählform in Aufsätzen, Berichten und Romanen.

Beispiele:

Vor drei Jahren war die Arbeitslosigkeit sehr hoch (Fakt). 

Im letzten Jahr fuhren wir nach Kroatien. (abgeschlossene Handlung)

 

Vergangenheit (Perfekt):


Verwendung:

Das Perfekt wird für eine abgeschlossene Handlung verwendet, deren Folgen noch sichtbar sind.  

Zudem wird es für Zustände verwendet, die noch andauern.

Beispiele:

Gestern hat es geschneit. (Folge: jetzt sind die Straßen glatt). 

Seit vier Jahren hat er sie nicht mehr gesehen. (Er hat sie noch immer nicht gesehen).

 

Vorvergangenheit (Plusquamperfekt):


Verwendung:

Von zwei Ereignissen, welche bereits vorbei sind, für das in zeitlicher Abfolge erste Ereignis (Ursache).

Beispiel:

Nachdem er zu viel gearbeitet hatte, war er sehr müde. 

 

Zukunft I (Futur I):


Verwendung 

Einerseits wird eine Prognose abgegeben oder es werden Pläne gemacht. 

Andererseits kann es sich um ein Versprechen oder um eine Aufforderung handeln

Beispiele:

Es wird morgen in den Bergen schneien. (Prognose) 

Morgen werden wir einen Ausflug machen. (Plan)

Ich werde dich morgen in die Stadt begleiten. (Versprechen)

Du wirst Franz sofort beim Arbeiten helfen! (Aufforderung)

 

Zukunft II (Futur II):


Verwendung:

Hierunter versteht man die vollendete Zukunft.

Man überlegt, was sein wird, wenn ein Ereignis in der Zukunft schon stattgefunden hat.

Anders formuliert handelt es sich hier um eine Prognose bzw. Vermutung einer abgeschlossenen Handlung. 

Beispiel:  

In vier Tagen werden wir umgezogen sein

 

Beispiel: alle 6 Zeitformen:


Verb "regnen" 

Präsens: Es regnet jetzt.

Präteritum: Gestern regnete es. 

Perfekt: Es hat gerade geregnet

Plusquamperfekt: Nachdem es geregnet hatte, schien wieder die Sonne. 

Futur I: Es wird morgen regnen.

Futur II: In zwei Stunden wird es geregnet haben.