Definition: 


 

Aktien sind Anteile an einem Unternehmen, die man als Privatperson/als Unternehmen an einer Wertpapierbörse erwerben kann.

Eine Aktiengesellschaft ist eine eigenständige Rechtspersönlichkeit, die an einer Börse notiert sein kann und damit jedem ermöglicht Anteilscheine vom Unternehmen zu erwerben. 

Durch den Erwerb dieser Wertpapiere wird der Käufer Miteigentümer an dem Unternehmen. Er wird dann als Aktionär bezeichnet.

 

Kurs einer Aktie:


Aktien werden an Börsen gehandelt.

Dort werden ständig aktuelle Kurse für das Unternehmen ermittelt.

Die größten Wertpapierbörsen der Welt sind die New York Stock Exchange und die NASDAQ in der Wallstreet (New York).

In Deutschland ist die Frankfurter Börse und in Österreich ist die Wiener Börse marktbestimmend. 

Der Kurs einer Aktie steigt, wenn es mehr Käufer als Verkäufer für diese Aktie gibt.

Der Kurs einer Aktie fällt, wenn es mehr Verkäufer als Käufer für diese Aktie gibt.

Das Symbol für steigende Kurse ist ein Bulle, das Symbol für fallende Kurse ist ein Bär.

Nachrichten beeinflussen die Anzahl der Käufer und Verkäufer.

Hier unterscheidet man im Wesentlichen zwischen:

a) gesamtwirtschaftlichen Nachrichten z.B. Konjunkturberichte, Zinserhöhungen und -senkungen, etc. 

b) unternehmensspezifische Nachrichten z.B. Anstieg des Gewinns, Umstrukturierungen etc. 

 

Vorteile/Nachteile für das Unternehmen:


Das Geld, dass das Unternehmen über die Aktienverkäufe einnimmt, stellt ein zinsloses Eigenkapital dar und ist für das Unternehmen eine günstige Möglichkeit an große Geldsummen zu gelangen.

Im Gegensatz zum Kredit muss das Unternehmen hier keine Fremdfinanzierungskosten tragen.

Das Unternehmen kann aber den Aktionären eine jährliche Vergütung (ähnlich einer Zinszahlung), die Dividende genannt wird, ausschütten.

Als Nachteile können u.a. genannt werden:  

a) die Mitsprache von großen Aktienbesitzer bei Unternehmensentscheidungen

b) der ständige Druck den Gewinn für jedes Quartal zu steigern

c) die hohen Kosten, die für eine Börsennotierung entstehen

d) die strengen Bilanzierungsvorschriften

 

Vorteile/Nachteile für den Aktienbesitzer:


Neben einer ausgeschütteten Dividende, die einer Zinszahlung beim Sparbuch vergleichbar ist, kann der Käufer von Aktien auch von einem möglichen Kursanstieg der Aktie profitieren.

Aber er ist dafür auch einem Risiko ausgesetzt, das bis zu einem Totalverlust seiner Geldanlage führen kann, wenn das Unternehmen in Konkurs geht. 

Eine Aktie ist daher eine sehr risikoreiche Geldanlage.

Daher sollte man nur einen Teil seiner Ersparnisse in Aktien anlegen.

Zudem sollte der Käufer antizyklisch handeln d.h. bei hohen Kursen sollte man verkaufen, niedrige Kurse zum Kauf nutzen.

Das erfordert eine hohe Markt- und Unternehmenskenntnis und ist zeitaufwändig.

 

Stammaktien und Vorzugsaktien:


Wenn man Aktien kauft, kann man sich meist zwischen zwei Arten von Aktien entscheiden.

Kauft man Stammaktien, dann hat man ein Stimmrecht in der jährlichen Hauptversammlung, wo wichtige Entscheidungen für das Unternehmen getroffen werden.

Erwirbt man Vorzugsaktien, dann verzichtet man auf das Stimmrecht und erhält im Gegenzug mehr Dividende.

Weil ein kleiner Aktienbesitzer meist keinen Einfluss auf Unternehmensentscheidungen hat, ist es meist sinnvoller für ihn Vorzugsaktien zu kaufen. 

 

Aktienfonds:


Eine Möglichkeit das Risiko breiter zu streuen, ist der Kauf von Aktienfonds.

Mit dem Kauf eines Aktienfonds kann man sich an vielen Unternehmen gleichzeitig beteiligen.

Statt das Risiko einer Aktie zu tragen, verteilt man das Risiko z.B. auf 30 Unternehmen.

Ein Fondsmanager übernimmt die Auswahl der Unternehmen, die an einem Aktienfond beteiligt sind.

Für seine Arbeit muss man ihm meistens eine Gebühr zahlen.

Aktienfonds eignen sich auch gut für das monatliche Ansparen mit einem Fixbetrag. 

Ist der Kurs hoch, bekommt man weniger Anteile. Bei niedrigem Kurs des Aktienfonds dafür mehr. 

Dadurch wird sowohl das Kursrisiko minimiert als auch das Problem welches ein Einzelkauf zu einem falschen Zeitpunkt verursachen könnte.  

 

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