Definition:


Der Beleg ist eine schriftliche Aufzeichnung (Dokument) über einen betrieblichen Vorgang, der alle wesentlichen Daten eines Geschäftsfalles enthält. Aufgrund seiner betrieblichen Relevanz muss er in der Buchhaltung ordnungsgemäß erfasst werden und dient als Grundlage für die Verbuchung des zugrunde liegenden Geschäftsfalles. 

 

Einteilung von Belegen:


a) Externe Belege: Diese Belege regeln die Außenbeziehungen des Unternehmens.

    z.B. Rechnungen

b) Interne Belege: Diese Belege betreffen innerbetriebliche Vorgänge.

    z.B. Belege über Privatentnahmen

 

6 Beleggrundsätze:


- Keine Buchung ohne Beleg! Kein Beleg ohne Buchung!

- Belege sind eindeutig mit Buchstaben der Beleggruppe zu kennzeichnen und hinsichtlich ihres 

  chronologischen Verlaufs zu nummerieren. 

- Belege sind wie Urkunden zu behandeln (besondere Sorgfaltspflicht)

- Auf den Belegen sind die Konten anzugeben, auf die gebucht werden soll (Vorkontierung)

- Buchungsvermerk nach erfolgter Verbuchung (Abhaken oder Unterschrift)

- Aufbewahrungspflicht von 7 Jahren in Österreich, 10 Jahre in Deutschland und der Schweiz

 

Belegarten:


Eingangsrechnung - ER

Ausgangsrechnung - AR

Kassabelege - K

Bankbelege - B

Sonstige Belege - S

 

Belegorganisation:


1. Belegeingang vermerken

    (z.B. Eingangstempel)

2. Prüfung des Geschäftsfalles

   (formale, rechnerische und sachliche Richtigkeit)

3. Sortieren und Kennzeichnen

   (Belegsymbol und laufende Geschäftsfallnummer z.B. K 87)

4. Kontierung des Belegs

   (Auf den Belegen sind die Konten anzugeben, auf die gebucht werden soll) 

5. Verbuchung des Belegs

    (auf den entsprechenden Konten)

6. Ablage des Belegs

    (nach Symbolen und Nummern geordnet) 

 

PDF-Blätter zum Ausdrucken:


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