Das Mittelalter kann man grob in zwei musikalische Epochen einteilen:

 

Gregorianik:


Gregorianik (900 - 1100 n. Chr.): Gregorianische Gesänge sind liturgische und einstimmige Gesänge der katholischen Kirche, welche aus kleinen Tonintervallen bestehen und in einem verhältnismäßig ruhigen, getragenen Tempo vorgetragen werden. Im Mittelalter war der Choral funktionaler Bestandteil der Liturgie von Messe und Offizium (Stundengebet).

 

Minnesang:


Minnesang (1100 - 1300 n.Chr.): Im südlichen Frankreich ziehen Troubadoure von Burg zu Burg und bald darauf machen es ihnen bei den germanischen Völkern die Minnesänger nach. Ihr bekanntester Vertreter war Walther von der Vogelweide. Mit Minnesang wird die ritterlich-adelige Liebeslyrik bezeichnet. Beim höfischen Fest war der Minnesang ein zentraler Bestandteil und wurde oft als Wettstreit ausgetragen. Man unterscheidet hier auch zwischen der hohen Minne (die unerreichbare Liebe) und der niederen Minne (werben um eine Frau).