Zusammenfassung:


 
Der Westfeldzug begann am 10. Mai 1940, indem Frankreich über die neutralen Staaten Belgien und Niederlande angegriffen wurde. Die französischen Befestigungsanlagen an der deutschen Grenze, die Maginotlinie, wurden dadurch umgangen und waren praktisch wertlos.

Ein zusätzliches Überraschungsmoment waren die Panzerangriffe durch die dichten Wälder der Ardennen (Sichelschnittplan von Manstein). Dieser Plan gewann an Bedeutung, nachdem die ursprünglichen deutschen Angriffspläne durch eine verunglückte Flugzeuglandung des Luftwaffenoffiziers Helmut Reinberger (Mechelen-Vorfall) dem Gegner in die Hände gefallen waren.

Nach dem erfolgreichen Überraschungsangriff durch die Ardennen wurden die restlichen französischen Verteidigungslinien überrannt und Frankreich war nach nur sechs Wochen besiegt. Die besiegten alliierten Truppen mussten bei Dünkirchen über den Seeweg nach Großbritannien evakuiert werden.

Der Waffenstillstand wurde am 22. Juni 1940 im Wald von Compiègne unterzeichnet. Dieser Ort war sehr sorgfältig gewählt, da Deutschland hier nach dem 1. Weltkrieg den Friedensvertrag mit harten Bedingungen unterschreiben musste. Hitler war durch den raschen Sieg gegen den Erzfeind Frankreich am Höhepunkt seiner Macht.

Das besiegte Frankreich wurde danach in drei Teile aufgeteilt. In eine deutsche Besatzungszone im Westen und Norden, in das Vichy-Regime (welches vollkommen von Hitler-Deutschland abhängig war) im Süden und in eine italienische Zone in den Westalpen. 

 

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