Der gescheiterte Kunstmaler:


Adolf Hitler wurde am 20. April 1889 in Braunau am Inn in Oberösterreich geboren. Nach seiner wenig erfolgreichen Schulzeit wollte er 1906 Kunstmaler werden. Seine Bewerbung an der Wiener Kunstakademie wurde aber abgelehnt. Ohne feste Arbeit bewohnte er das Obdachenasyl in Meidling und ab 1910 das Männerwohnheim Meldemannstraße in Wien, wo er etwas Geld mit dem Nachmalen von bekannten Wiener Motiven verdiente. Während dieser Zeit las er bereits antisemitische und deutschnationale Schriften. 

 

Vom Kriegsfreiwilligen zum Parteimitglied:


Am 16. August 1914 trat er als Kriegsfreiwilliger auf Seiten der Bayerischen Armee als Soldat in den 1. Weltkrieg ein. Nach mehreren Verwundungen und Auszeichnungen schlug er nach dem Ende des 1. Weltkriegs eine politische Laufbahn ein, in dessen Rahmen er seine erste politische Hetzschrift "Gutachten zum Antisemitismus" verfasste. Hier bezeichnete er die Juden als Rasse , die man bekämpfen muss.

Als 55. Parteimitglied trat er der NSDAP bei und stieg infolge immer in höhere Führungspositionen auf, bis er 1921 zu deren Vorsitzenden ernannt wurde. Im November 1923 nahm er an einem Putschversuch gegen die Weimarer Republik teil, der aber scheiterte. Er wurde verhaftet und schrieb in seiner Gefangenschaft das Buch "Mein Kampf".

 

Auf dem Weg zum Reichskanzler:


Als Folge der Weltwirtschaftskrise 1929 steigerte die NSDAP ihren Stimmenanteil bei der Reichstagswahl 1930 auf 18,3% und war damit ein entscheidender Machtfaktor geworden. Im Juli 1932 gewann die NSDAP aufgrund eines aggressiv geführten (Hetze gegen Juden etc.) und voll auf die Wirkung der Massenmedien (Propaganda) zielenden Wahlkampfs die Wahlen (37,4%).  

Am 30. August 1933 wurde Hitler vom Reichspräsident Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Mit Hilfe der bewaffneten Verbände der NSDAP (Sturmabteilung = SA), und dem Ermächtigungsgesetz (= Regierung kann Gesetze ohne die Zustimmung des Parlaments selbst erlassen), wurde der politische Gegner (Kommunisten und Sozialdemokraten) ausgeschaltet.

Als Vorwand nützt er den Reichstagsbrand im Februar 1933, der dem niederländischen Kommunisten Van der Lubbe angelastet wird. 

 

Deutschland eine Diktatur:


Hitler wurde 1934 nach dem Tod Hindenburgs auch noch Staatspräsident und die Wehrmacht wurde auf den Führer vereidigt. Deutschland war jetzt eine Diktatur.

Jede freie Meinungsäußerung war jetzt verboten und mithilfe der geheimen Staatspolizei (Gestapo) wurden jeder Widerstand bereits im Keim erstickt. Ein falsches Wort konnte bereits zu einer Verhaftung führen. Jüdische Staatsbürger traf es besonders schlimm, sie verloren all ihr Hab und Gut und wenn sie nicht rechtzeitig fliehen konnten, wurden in Vernichtungslager umgebracht.