Kriegsjahr 1918


 

Am 3. März 1918 wurde der Friedensvertrag von Brest-Litowsk unterzeichnet, Russland musste dabei auf 25% seiner europäischen Gebiete verzichten. Dadurch konnte die deutsche Heeresführung eine Million Soldaten an die Westfront verlegen. In der darauf folgenden Frühjahrsoffensive (Operation Michael) gelangen den deutschen Truppen zuerst einige Erfolge, die aber aufgrund einer unzureichenden Logistik (Nachschub an Waffen und Munition) schnell an Schwung verlor.

Durch die immer stärker gewordene personelle und materielle Unterstützung für die Alliierten durch die Amerikaner verschob sich aber das Kräfteverhältnis zusehendes und die Mittelmächte wurden immer mehr in die Defensive gedrängt. In der Schlacht bei Amiens  am 8. August 1918 im Rahmen der Hunderttageoffensive der Alliierten erlitt die deutsche Armee eine schwere Niederlage. 

Durch den Zusammenbruch des österreichisch-ungarischen Vielvölkerstaats im Oktober 1918 gestaltete sich für Deutschland und Österreich die Situation immer aussichtsloser. Viele Soldaten desertierten aufgrund einer völlig unzureichenden Versorgungslage.

Am 11. November 1918 trat der österreichische Kaiser Karl I. ab und gleichzeitig unterzeichneten deutsche und französische Politiker in einem Salonwagen bei Compiègne  den Waffenstillstand. Auch im Nahen Osten erlitt das Osmanische Reich in der Palästinaschlacht vom 19. - 21. September eine vernichtende Niederlage. 

Der 1. Weltkrieg war damit nach 4 Jahren und mit über 9 Millionen Toten zu Ende. Die Friedensverträge (Friede von Versailles am 28. Juni 1919) führten nicht zu einer Aussöhnung der Kriegsgegner, weil die Bedingungen für den Frieden den besiegten Ländern durch die Alliierten diktiert wurden. Damit war es eine Frage der Zeit, bis der europäische Kontinent abermals im Blut des nächsten Krieges versinken würde.