Zusammenfassung:


Seit dem Winter 1914 bestand die deutsche Westfront von der Nordsee bis zur Schweiz aus einem komplexen System von Schützengräben. Ergänzt wurde das Grabensystem durch massive Blockhäuser, Maschinengewehr-Nester und größere Hohlräume, die Schutz vor Artilleriebeschuss bieten sollen. Vor dem Graben wurden umfangreiche Stacheldrahtverhaue angelegt.

Ein Angriff auf so einen gut ausgebauten Schützengraben war äußerst riskant, da Artillerie und eine Vielzahl von Maschinengewehren schwere Verluste unter den heranstürmenden gegnerischen Truppen anrichteten. Verluste von über 50% waren bei einem Sturmangriff keine Seltenheit.

Der zunehmende Einsatz von Flammenwerfern, Giftgas und ein oft tagelang andauernden Artilleriebeschuss verwandelten das Soldatenleben im Schützengraben in einen täglichen Überlebenskampf.

Auch die zahlreichen Toten, die aufgrund des ständigen Beschusses nicht geborgen werden konnten, Ungezieferplagen, mangelnde Verpflegung und die ständige Todesgefahr führten zu einer Traumatisierung vieler Soldaten. Zudem wurde die Sinnlosigkeit des Krieges sichtbar, da trotz enormer Opfer an Soldaten keinerlei nennenswerte militärische Erfolge erzielt werden konnten.