Überblick:


Die Steinzeit umfasst den Zeitraum von ca. 2,5 Millionen - 2 000 vor Christus und kann in drei Zeitabschnitte eingeteilt werden: Altsteinzeit, Mittelsteinzeit und Jungsteinzeit

Hinsichtlich der Entwicklungsstufen des Menschen unterscheidet man zwischen: 

dem Australopithecus (vor ca. 1 Million Jahren), dem Homo erectus (der aufrecht gehende Mensch) vor ca. 500 000 Jahren, dem Neandertaler vor ca. 100 000 Jahren und dem Homo sapiens, auch Cro-Magnon-Mensch genannt vor ca. 20 000 Jahren. 

 

Die Altsteinzeit (Paläolithikum)


Unter der Altsteinzeit versteht man den Zeitraum von ca. 2,5 Millionen Jahre bis 2 000 v. Chr. Der Fachbegriff Paläolithikum leitet sich ab von den griechischen Wörtern "palaios" (alt) und "lithos" (Stein). Als charakterisches Merkmal dieser Epoche gilt die Herstellung und Verwendung von Steinwerkzeugen. Die Menschen in der Steinzeit lebten als Nomaden in Höhlen und waren Jäger und Sammler (aneignende Wirtschaftsweise). Neben den erbeuteten Großwildtieren (Mammuts, Pferde, Rentiere, etc.) bestand die Hauptnahrung aus Wurzeln, Beeren und Früchten. 

Hinsichtlich der Hominisation war die Entstehung der ersten religiösen Kulte wie Fruchtbarkeits-, und Totenkulte sowie künstlerische Tätigkeiten wie Höhlenmalereien (Lascaux, Altamira, etc.) nachweisbar.

 

Die Mittelsteinzeit (Mesolithikum)


Unter der Mittelsteinzeit versteht man den Zeitraum von ca. 10 000 bis 5 000 v. Chr. und die örtliche Begrenzung auf das nacheiszeitliche Europa. Der Fachbegriff Mesolithikum leitet sich ab von den griechischen Wörtern "méso" (mittel) und "lithos" (Stein). Das Ende der Eiszeit führte zur Wiederbewaldung Mitteleuropa.  Dies beinhaltete aber auch das Verschwinden der Kältesteppen und damit des dort lebenden Großwildes. An dessen Stelle trat das Standwild von Wäldern und die Fischerei. 

 

Die Jungsteinzeit (Neolithikum)


Unter der Jungsteinzeit versteht man den Zeitraum von ca. 5 000 bis 2 000 v. Chr. Der Fachbegriff Neolithikum leitet sich ab von den griechischen Wörtern "neos" (neu, jung) und "lithos" (Stein). Dieser Zeitraum ist vor allem durch die Neolithische Revolution, den Übergang von der aneignenden zur produzierenden Wirtschaftsform gekennzeichnet.

Der Mensch wandelt sich vom Jäger und Sammler zum Ackerbauer und Viehzüchter. Dieser Wechsel beinhaltete den Bau von Blockhäusern und Pfahlbauten, die Züchtung von Tierrassen und Getreidesorten sowie die Herstellung von neuen Werkzeugen (Pflug, etc.). Zudem entstand durch die zunehmende Spezialisierung der Handel und Tausch mit Werkzeugen, Gefäßen und Lebensmitteln.