Vorkommen von Wasserstoff:


Wasserstoff ist das häufigste Element des Universums, jedoch nicht der Erdrinde. Es stellt 75 % der gesamten Masse bzw. 93 % aller Atome des Sonnensystems. In der Natur kommt Wasserstoff nur in Verbindungen vor.

Er ist Bestandteil des Wassers und bedeckt damit über 2/3 der Erdoberfläche (96,5% ist Salzwasser und 3,5% ist Süßwasser). In der Erdatmosphäre kommt es in der chemisch gebundenen Form als Wasserdampf vor. Zudem ist es Bestandteil beinahe aller organischer Verbindungen und kommt deshalb in gebundener Form in fast allen lebenden Organismen vor.

Mit Hilfe der Elektrolyse (Aufspaltung einer chemischen Verbindung durch Strom) kann Wasserstoff aus Wasser gewonnen werden

 

Eigenschaften von Wasserstoff:


Wasserstoff hat das Symbol H (Hydrogenium) und besitzt die chemische Ordnungszahl 1. Es ist das leichteste Gas überhaupt. Molekularer Wasserstoff (H2, ein Molekül besteht aus 2 Wasserstoffatomen) ist ca. 14,4-mal leichter als Luft. Wasserstoff ist in Wasser und anderen Lösungsmitteln schlecht löslich. Sein Siedepunkte liegt bei - 252° C und sein Schmelzpunkt bei - 259° C.

 

Wasserstoff ist das chemische Element mit der geringsten Atommasse. Es ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas, das mit bläulicher sehr heißer Flamme zu Wasser verbrennt. Im reinen Wasserstoff würde aber eine Flamme ersticken.

 

 

Knallgas:


Ein Gemisch aus gasförmigen Wasserstoff und Sauerstoff im Verhältnis 2:1 wird als Knallgas bezeichnet. Ein Funke genügt und das Gemisch reagiert explosionsartig - das Endprodukt dieser Reaktion ist Wasser.

Reaktionsgleichung: 2 H2 + O2 = 2 H20

 

Verwendung:


Wasserstoff wird als Energiespeicher in Form von Brennstoffzellen genutzt. Zudem wird es als Brennstoff für Raketen verwendet. Aus Wasserstoff und Stickstoff wird Ammoniak für Düngemittel hergestellt. In der Metallgewinnung wird es als Reduktionsmittel angewendet, da H2 mit Metalloxiden reagieren und den Sauerstoff entziehen kann. Nach Anwendung entsteht Wasser und das reduzierte Metall.
 
Aufgrund seiner hohen Wärmekapazität kommt Wasserstoff in Kraftwerken und industriellen Anlagen als Kühlmittel zum Einsatz. Der Einsatz von Wasserstoff als Traggas bei Luftschiffen verursachte aufgrund seiner leichten Entzündlichkeit die "Hindenburg-Katastrophe" im Jahre 1937 und wird seither durch Helium ersetzt. Der Zeppelin „Hindenburg“ ging beim Landeanflug in New York am 6. Mai 1937 in Flammen auf und 34 Menschen starben.