Das Alpenmurmeltier gehört zur Gattung der Erdhörnchen und ist das drittgrößte in Europa vorkommende Nagetier.

Es lebt in Gebirgslagen oberhalb der Baumgrenze, meist an Südhängen, wo es genügend Nahrung vorfindet.

Die Männchen und Weibchen sind äußerlich nur schwer voneinander zu unterscheiden.

Das männliche Tier wird "r", das weibliche Tier "Katze" und die Jungen werden "Affen" genannt. 

Das Murmeltier kann bis 12 Jahre alt werden.

Sein 50 - 70 cm langer Körper ist gedrungen, seine kurzen Ohren sind abgerundet.

Das Gewicht beträgt bei einem einem ausgewachsenen Männchen ca. 3 kg.

Das Fell der Murmeltier variiert in Brauntönen und wird einmal im Jahr (meist Juni) gewechselt. 

Die Vorderbeine besitzen nur vier Zehen, deren Krallen zum Graben ausgebildet sind.

Ihre Nagezähne sind kräftig und auf der Vorderseite mit gelbem Schmelz überzogen. 

 

Die Murmeltiere verlassen ihren Bau nur tagsüber zu Nahrungssuche und leben sonst unterirdisch in ihren ausgedehnten Gangsystemen, deren Gänge 10 - 70 Meter lang sein können.

Murmeltiere haben zwei Baue: Einen Sommerbau für den Schutz vor Fressfeinden und einen tiefer liegenden Winterbau mit einer ausgeprägten Schlafhöhle.

Ihre Hauptspeise sind Gräser, Kräuter, Samen und seltener Insekten.

Alpenmurmeltiere leben in Kolonien von bis zu 20 Tieren, die von einem dominanten Paar geführt werden. 

Droht Gefahr, sind ihre Warnrufe, die Vogelstimmen ähneln, weit zu hören.

Hitze vertragen sie nur schlecht, da sie nur über wenig Schweißdrüsen verfügen. 

Die Tragzeit beträgt ca. fünf Wochen und ein durchschnittlicher Wurf besteht aus 4 Jungtieren.

Diese nur ca. 30 Gramm schweren Jungtiere sind bei Geburt nackt, blind und zahnlos. 

Den Bau verlassen sie das erste Mal nach 40 Tagen.  

 

Da Murmeltiere im Hochgebirge leben, kann ihr Winterschlaf sechs bis neun Monate dauern.

Um diese lange Zeit zu überstehen füttern sie sich in den warmen Monate über ein Kilogramm Körperfett an.

Im Winterschlaf wird die Atmung auf zwei Züge pro Minute gesenkt und die Herzschlagfrequenz sinkt auf 20 Schläge pro Minute. 

Der Hauptfeind der Alpenmurmeltiere ist der Steinadler, der während seiner Brutsaison ca. 70 Murmeltiere erbeutet.

Vom Menschen wird das Murmeltier einerseits bejagt, weil es durch seine weitreichenden Tunnelsysteme die Alpwiesen für Kühe untergräbt, andererseits wird sein Fett in der Volksheilkunde zu Murmeltiersalbe verarbeitet.