Definition:


Zu den wichtigsten menschlichen Knochen zählen die Röhrenknochen.

Ihr Erkennungsmerkmal liegt in der einheitlichen Markhöhle, in der sich das Knochenmark befindet.

Röhrenknochen sind fast ausschließlich in den Extremitäten zu finden. 

 

Abbildung:


 

Aufbau des Röhrenknochens:


Der Röhrenknochen besteht aus zwei Knochenenden (Gelenkköpfen) und einem Knochenschaft.

Außen sind die Knochen von einer Knochenhaut umhüllt, die mit ihren Blutgefäßen das Knocheninnere mit notwendigen Stoffen versorgt.

Die darunter liegende Knochenrinde verleiht dem Knochen Festigkeit und ist am Knochenschaft besonders stark ausgeprägt. Diese wird im Bereich der Gelenkflächen noch um eine Schicht Knorpel ergänzt. 

Nach innen folgen im Bereich der Gelenkköpfe das Schwammgewebe, welches sich in einem Geflecht von Knochenbälkchen befindet. Das Knochenmark, ein Fettgewebe, füllt die Knochenhöhle im Knochenschaft aus.

Die Wachstumsfuge, in der neue Knochensubstanz gebildet wird, liegt in beiden Gelenkköpfen und ist für das Längenwachstum des Knochens verantwortlich.

Aufgrund dieser Bauweise haben Knochen trotz ihrer Festigkeit nur ein geringes Gewicht. Knochen sind Speicher für den Mineralstoff Kalzium, aus dem sie zu einem Großteil bestehen. Der Fachbegriff für den Knochenbruch heißt Fraktur.

  

Arten von Röhrenknochen:


Man unterscheidet zwischen "langen" und "kurzen" Röhrenknochen: 

a) lange Röhrenknochen: Oberarmknochen, Oberschenkelknochen, Elle, Speiche, Schien- und Wadenbein

b) kurze Röhrenknochen: Mittelhand- und Mittelfußknochen, Finger - und Zehenknochen