Abbildung:


 

Tastsinn:


Mit den Tastkörperchen, die direkt unter der Oberhaut liegen, werden Bewegungen auf der Haut wahr genommen. Verstärkt werden diese Wahrnehmungen, durch die feinen Härchen, die sich auf der Hautoberfläche befinden. Tiefer in der Haut liegen die Lamellenkörperchen, welche auf Druckreize (z.B. zu enger Handschuh) reagieren.

Eine beeindruckende Leistung erbringt der Tastsinn auch in der Anwendung der Blindenschrift. Durch die empfindlichen Rezeptoren in den Fingerkuppen können Buchstaben wahr genommen werden. Damit wird der Ausfall des Sehorgans teilweise kompensiert

 

Temperatursinn:


Die Haut registriert zwar mithilfe von Kälte- und Wärmekörperchen auf Temperaturunterschiede, dies aber immer nur im Bezug auf die Hauttemperatur (z.B. eine kalte Hautoberfläche empfindet lauwarme Temperaturen als warm).

Die Thermorezeptoren, welche die Temperaturempfindung hervorrufen sind einerseits an bestimmten Orten konzentriert (z.B. Kälterezeptoren an der Nase) und befinden sich andererseits in unterschiedlichen Tiefen der Haut.

Während die Kälterezeptoren sich in der oberen Schichten der Lederhaut befinden, liegen die Wärmerezeptoren tiefer, weisen eine geringere Anzahl auf und reagieren langsamer. 

 

Schmerzsinn:


In der Haut sind auch zahlreiche freie Nervenendigungen eingelagert, die dem Gehirn jede Art der Schädigung der Haut mitteilen (Verbrennungen, Erfrierungen, Verletzungen, Quetschungen etc.). Diese Mitteilungen werden dann vom menschlichen Hirn in Schmerzempfindungen umgewandelt.

Die Schmerzempfindungen sind zwar unangenehm, sind aber überlebenswichtig, weil sie uns durch das Schmerzempfinden davon abhalten, weitere Beschädigungen der Haut bzw. des Körpers zuzulassen.